PEGI 2.0

ISFE Managing Director Simon Little über die Veränderungen am Games-Markt und die Chance für PEGI, flexibel darauf zu reagieren und zu einem europaweiten Standard zu werden.

Der technische Fortschritt ist allgegenwärtig: Das Wunderding von gestern steht morgen im Museum. Das Gleiche gilt für Computerspiele, bei denen sich nicht nur die Technologie mit halsbrecherischer Geschwindigkeit weiterentwickelt. Spielkonsolen sind vom Kinderzimmer ins Wohnzimmer übersiedelt, aber nicht nur wegen ihrer Fähigkeiten als Medien-Server, sondern weil neue Spiele und neue Kontrollmöglichkeiten nun die ganze Familie ansprechen.

Und während die ersten Gamerinnen und Gamer mittlerweile selbst Eltern sind, schließen sich auch die Generationslücken und jene zwischen Buben und Mädchen. Selbst Oma und Opa freuen sich über eine Spiel-Runde – und fühlen sich von den Controllern nicht mehr eingeschüchtert. Breitband-Internet räumt mit dem Klischee auf, Spielende seien Einzelgängerinnen und Einzelgänger: Allein in einem Raum zu spielen bedeutet nicht mehr zwangsläufig, dass man wirklich alleine spielt. Und ist es hin und wieder doch so, dann sorgt der Meinungsaustausch mit Freunden zum Thema Games für sozialen Kontakt.

All diese Veränderungen bringen aber auch neue Herausforderungen. Deswegen hat PEGI die vergangenen zwölf Monate genutzt, um sich zu erneuern und der Vorteil einer Selbstregulation hat sich bewahrheitet: Sie ist flexibler als jede Gesetzgebung und kann zeitgerechter auf Entwicklungen reagieren.

Es ist uns somit eine große Freude, PEGI 2.0 anzukündigen. PEGI 2.0 steht für eine lange Liste an Verbesserungen von neuen Vorabtests, einer umfassenderen Einbindung der Zielgruppe bis zu überarbeiteten Strukturen und strikteren Sanktionen. Und natürlich: konsumentenfreundlicherer Kennzeichnung.

Die Praxis wird zeigen, wie erfolgreich wir waren, in dem wir sehen, ob PEGI angenommen wird. Bereits heute wird PEGI von 30 Staaten in Europa und darüber hinaus genutzt. Viele Europäische Institutionen sehen PEGI als ein brauchbares Modell eines einheitlichen Europäischen Jugendschutzes und die letzten Beschlüsse der Europäischen Kommission und des Europa-Parlaments helfen uns, PEGI auf den richtigen Kurs eines europaweiten Selbstregulierungssystems zu bringen.

Simon Little
Managing Director
PEGI SA